Vögel füttern im Ferienprogramm

Wenn aus alten Tassen kleine Vogelrestaurants werden

Beim Ferienprogramm des Obst- und Gartenbauvereins Ochsenfurt drehte sich diesmal alles um unsere gefiederten Gartenbewohner. Mit offenen Augen und Ohren gingen die Kinder auf Entdeckungsreise und erfuhren, welche Vögel uns das ganze Jahr über begleiten und welche im Herbst in wärmere Regionen ziehen. Schnell wurde klar: Nicht jeder Vogel, der im Sommer durch den Garten flattert, ist auch im Winter noch da.

Doch gerade für die Vögel, die bei uns bleiben, kann die kalte Jahreszeit zur Herausforderung werden. Im Sommer finden sie reichlich natürliche Nahrung. Insekten, Würmer, Beeren und Samen stehen auf dem Speiseplan. Deshalb ist eine zusätzliche Fütterung im Sommer meist nicht notwendig. Viel wichtiger sind naturnahe Gärten mit heimischen Pflanzen, Sträuchern und Hecken, die den Tieren Nahrung und Schutz bieten.

Im Winter sieht die Welt ganz anders aus. Wenn Frost und Schnee den Boden bedecken, wird die Futtersuche schwierig. Insekten sind kaum zu finden, Beeren und Samen werden knapp und die kurzen Tage lassen den Vögeln wenig Zeit, Nahrung zu suchen. Besonders bei länger anhaltendem Frost oder geschlossener Schneedecke kann eine Futterstelle daher eine wertvolle Unterstützung sein.

Nach dem gemeinsamen Blick auf die Vogelwelt wurde es praktisch und kreativ. Ausgediente Tassen wurden nicht einfach aussortiert, sondern bekamen beim Ferienprogramm eine neue Aufgabe. Mit Körnern und Fett stellten die Kinder eine energiereiche Futtermischung her und füllten sie in die Tassen. Ein kleiner Zweig wurde eingefügt und dient den gefiederten Besuchern später als Sitzplatz.

So entstand aus einer alten Tasse ein ganz persönliches kleines „Vogel-Bistro“. Schon beim Basteln wurde eifrig überlegt, welcher Vogel wohl zuerst vorbeischauen wird. Vielleicht entdeckt schon bald eine Meise, ein Spatz oder ein anderer hungriger Wintergast das neue Futterangebot.

Mit viel Spaß, Kreativität und einer Portion Naturwissen zeigte das Ferienprogramm, wie einfach Naturschutz sein kann. Und wer weiß: Vielleicht wird die selbstgemachte Futterstelle im Winter zum beliebtesten Treffpunkt im Garten – mit garantiert lebendigem Treiben und reichlich Gezwitscher.