Projekt

Hintergründe: In Bayern gab es vor über 100 Jahren etwa 1700 verschiedene Birnensorten. Heute sind nur noch wenige Dutzend in Verwendung, Baumschulen bieten nur noch ein rudimentäres Standardsortiment an. Wichtige wertvolle genetische Eigenschaften gehen verloren, wenn viele der alten Sorten aussterben. Viele Sorten sind regionaltypische Lokalsorten und damit ein erhaltenswertes Kulturgut. Die Früchte wurden zu unterschiedlichen Produkten verarbeitet. Streuobstbestände sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft und wichtig für den Natur- und Artenschutz. Von einigen Birnensorten sind in Franken nur noch einzelne Altbäume bekannt, die dringend wieder vermehrt und erhalten werden müssten.

Projekt: Wir möchten in den Herbstferien 2018 etwa 30 Birnbäume im Gelände des Wildparks Sommerhausen pflanzen. Von jeder der alten, seltenen Sorten jeweils einen Baum. Viele dieser Sorten gibt es nicht mehr in Baumschulen, so dass wir im Frühling die gewünschten Sorten auf die gepflanzten Bäume veredeln werden.

Mehrere Themenschilder werden über die Birne, Streuobst, Bedeutung und Nutzung der Birne und der besonderen –oft regionalen- Sorten informieren. Zu jeder Sorte wird es ein kleineres Sortenschild geben, auf dem die wichtigsten Daten zu dieser Sorte vermerkt sind. Auch Sorten, deren genaue Zuordnung zu einer Beschreibung aus den letzten Jahrhunderten nicht mehr genau nachzuvollziehen ist, sollen gepflanzt und erhalten werden.

Auch für Kinder werden einige Stationen eingerichtet, die Inhalte einfach und vor allem spielerisch vermitteln können.

Das Projekt wird geplant und durchgeführt durch Tamara Och und Harald Biedermann zusammen mit dem Obst- und Gartenbauverein Ochsenfurt und der Realschule am Maindreieck in Ochsenfurt.

 

 

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